Abschied von Sardinien mit Ziel Barcelona

Wir wollen weiter ziehen, Sardinien hat uns ausnehmend gut gefallen. Die zweieinhalb Wochen hier waren im Handumdrehen vorbei, wir fingen an neue Pläne zu schmieden und die Möglichkeiten auszuloten, neue Ziele anzusteuern. Klar war, wir mussten als erstes ans Festland, die möglichen Optionen sind im Winter beschränkt.

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Die Variante nach Neapel zurück zu fahren, schlossen wir entschieden aus. Dieser Hafen ist uns in schlechter Erinnerung. Grimaldi als Fährlinie dagegen, ist uns sympathisch. Wir fanden eine Verbindung von Porto Torres nach Barcelona für den 6. Januar, das nächste Schiff fuhr erst knapp zwei Wochen später. Wir buchten Tickets für diese Überfahrt, das Einschiffen begann um sechs Uhr morgens.

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Die Crux an der Sache ist, dass man das Ticket in gedruckter Form vorweisen muss, man bekommt dieses Papier im Ticket Shop der Firma Grimaldi direkt am Hafen. Wir waren rechtzeitig da, der Schalter war noch offen. Man kann dort mit dem Wohnmobil stehen, wo es einem gefällt, auf die Weise verpasst mam die Abfahrt nicht.

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Die Cruise Roma ist ein tolles Schiff. Sie bietet alles was man sich wünscht. Die Ankunftzeit war mit zweiundzwanzig Uhr geplant, das ist selbst mit viel Comfort, eine lange Zeit. Dass es jedoch zwei Uhr nachts wurde, lag weder an der Planung, noch am Unvermögen des Kapitäns, es lag am Wetter. Die Wellen waren zu Anfang moderat, wuchsen jedoch auf sechs Meter an. Das ist auch für so ein großes Schiff kritisch. Die LKWs sind zwar mit Ketten gesichert, aber zu sehr schaukeln sollte es nicht. Wären wir die normale Strecke gefahren, hätten sich möglicherweise Probleme ergeben.

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So hat die Schiffsleitung den Umweg über Marseille gewählt, der um einiges länger war. Im Bauch des Schiffes befanden sich recht viele Wohnmobile. Wir waren erstaunt, wo die plötzlich herkamen, in Sardinien waren uns praktisch keine begegnet. Ich denke, die um diese Jahreszeit raren Möglichkeiten, hat sie aus der Deckung gelockt. Um zwei Uhr nachts, ist es schwierig einen geeigneten Schlafplatz zu finden. Wir hatten zunächst einen direkt beim Friedhof avisiert, nachdem wir aber gelesen hatten, dass die Nachbarschaft nicht so ruhig ist, wie man vermuten könnte, starteten wir den Motor erneut. Einige Leute waren dort bereits Opfer von Raubüberfällen geworden. Letzlich fanden wir einen schönen Platz in einer Villengegend.