Über die Pyrenäen nach Frankreich

Das Wetter ist gut, mindestens die nächsten drei Tage, der Pass ist offen. Auf geht's über die Pyrenäen in Richtung Toulouse. Wir fuhren los sobald die Temperaturen über Null waren, die Sonne schien, die Straßen waren geräumt. Hierzulande kommt Salz als Streugut zum Einsatz, sofern kein neuer Schnee fällt sind die Straßen bald trocken.

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Der Pass war offen, aber für uns doch nicht komplett befahrbar. Wir haben keine Schneeketten! Ein Tunnel bietet jedoch eine gute Alternative, für Euro 7.80 kann man diese nutzen. Direkt vor dem Tunnel liegt ein großer Platz für diejenigen, die ihre Ketten montieren möchten.

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Kurz hinter dem Tunnel, auf der Nordseite der Pyrenäen, ist man in Frankreich. Ohne die Hinweisschilder am Straßenrand, hätte man es nicht bemerkt. Es gibt keine Grenzstation, nur den Hinweis auf die in Frankreich geltenden Geschwindigkeitsrichtlinien. Allerdings war hier deutlich mehr Schnee gefallen. Ziel war Camping La Marmotte, wir brauchten dringend Wasser sowie Strom aus der Steckdose. Das erste war schwierig, der Service Mitarbeiter kam mit dem Flammenwerfer, die gesamte Wasserversorgung der Camper Area war eingefroren.

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Wintercamping war nicht unser Plan, wir wollten wieder in die Sonne, Toulouse war die grobe Richtung. Autobahnen wollen wir vorerst meiden, auf die Weise lernt man Orte kennen, die so einladend sind, dass man einfach halt machen muss. Das Dorf Vernajoul, hätten wir normalerweise nicht wahrgenommen. Die Gemeinde umfasst lediglich ungefähr 700 Einwohner, wirkt jedoch sehr lebendig.

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Der Platz vorm Rathaus steht Wohnmobilreisenden zur Verfügung. Er ist sauber und eben, es existiert selbstverständlich eine Boule Bahn zu jedermanns Verfügung. Wer kann da weiterfahren. Dazu kommt die ausgesprochen ruhige Nachbarschaft.

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Um halb fünf Uhr morgens, weckten uns leise Geräusche. Dienstags findet hier ein Markt statt, der im Wesentlichen in einem Nebengebäude des Rathauses stattfindet. Der Aufbau fand fast geräuschslos statt, wir sind erst richtig aufgewacht, als die ersten Käufer eintrafen. Inzwischen hatte sich ein mobiler Käsehândler hinzu gesellt, den wir mit einem Großeinkauf unterstützt haben. Heißt, mit Obst, Gemüse, Käse, sind wir die nächsten Tage eingedeckt.

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