Weiter geht's Richtung Île d'Oléron

Bezüglich der Reiseplanung, richten wir uns nach der Wettervorhersage. Das ist derzeit schwierig, aber Richtung Atlantik ist das Wetter tendenziell besser. Tendenziell heißt, dass man mit gelegentlichen Sonnenstunden rechnen kann. Die Île d’Oléron hatte es uns angetan.

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Eine gewaltige Brücke, das Viaduc d’Oléron, verbindet die Insel mit dem Festland. Bei Ebbe kann man die alte Brücke sehen, die bei Flut ziemlich unter Wasser steht. Die Verbindung zur Insel bestand vor dem Jahre 1966 aus einer Fähre.

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Die Insel ist durch ihre Austernzucht bekannt. Es gibt hier Austern von höchster Qualität, die mittels solch flacher Boote an Land gebracht werden. Diese bleiben nicht im Wasser, sie werden nach getaner Arbeit aus dem Wasser gezogen und abtransportiert.

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Campingplätze im üblichen Sinne sind im Winter zumeist geschlossen. In Frankreich gibt es mittlerweile zahlreiche Plätze, - oft durch die Gemeinde zur Verfügung gestellt - die speziell auf Wohnmobilreisende ausgerichtet sind. Hier gibt es Frischwasser, Strom und eine Möglichkeit das anfallende Abwasser zu entsorgen. Und das gegen eine geringe Gebühr.

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Unser Platz liegt quasi direkt am Meer, man muss nur die Straße überqueren. Nach rechts gibt es einen mit Holzplanken befestigten Weg, der in den Ort Le Château-d’Oléron führt, nach links beginnt ein gut ausgebauter und teilweise befestigter Weg, der sich am Ufer entlang schlängelt.

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Im Moment war Ebbe, das Meer war ziemlich weit draußen, der Weg verläuft hier ein gutes Stück oberhalb der Linie, die bei Flut erreicht wird. Ich habe mir überlegt, ob ich mich auf die gut sichtbare Sandbank wagen sollte, die recht stabil wirkte. Eigentlich ist Sandbank nicht der richtige Ausdruck, die Oberfläche besteht aus grobem Kies.

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Ich bin noch einige Meter weitergelaufen, habe inmitten von Seegras eine kleine Kolonie von Seevögeln gefunden und deren Treiben für eine Weile beobachtet. Als ich mich nach ungefähr einer Viertelstunde umdrehte, war die Sandbank verschwunden. Das Meer kam in rasender Eile auf's Land zu, ich war froh, dass ich die Idee mit dem Spaziergang verworfen habe.

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